Data.Journalism! & Open Government Data Konferenz vergeben 2×2 BloggerInnen-Tickets

Um angehenden JournalistInnen die Chance zu geben bei den kommenden zwei wichtigen Datenjournalismus Terminen in Österreich dabei zu sein, haben sich die OrganisatorInnen fjum_forum journalismus und medien wien und OKFO – Open Knowledge Forum Österreich entschlossen, jeweils 2 BloggerInnen-Tickets zu vergeben. Die BloggerInnen können an der jeweiligen Veranstaltung teilnehmen und werden gebeten, mindestens einen Blogbeitrag für die jeweilige Konferenzseite zu verfassen. Mit der futurezone Redaktion in Zusammenarbeit werden diese Blogbeiträge dann gesammelt im Open Data Blog der “futurezone” veröffentlicht.

Wir freuen uns auf Euer Interesse!
Details zur Anmeldeprozedur und den jeweiligen Anmeldeschluss finden Sie unten!

Data.Journalism! Conference Vienna 14. June 2012
Das fjum_forum journalismus und medien wien und das European Journalism Center (EJC) veranstalten im Juni in Wien die international besetzte Datenjournalismus-Konferenz “Data.Journalism!”.

Am ersten Tag werden erfolgreiche Datenjournalismus-Projekte vorgestellt. Diskutiert wird, wie mit Daten neue journalistische Zugänge erschlossen werden können, was Bedingungen für die gelungene Umsetzung sind – und wie neue Datenquellen erschlossen und präsentiert werden können. Vortragende sind Philip Meyer/Professor Emeritus der University of Chapel Hill, Bella Hurrell/BBC, Alastair Dant/The Guardian, Sascha Venohr/Zeit Online, Helen Darbishire/Access Info Europe und viele andere. Konferenzsprache ist Englisch.

Im Anschluss an den Konferenz-Tag bietet eine öffentlich zugängliche Networking-Session für interessierte aus der Branche Gelegenheit zum weiteren Austausch mit den Vortragenden und den TeilnehmerInnen. (Beginn: 17.30 Uhr)

Anmeldung für das Data.Journalism! BloggerInnen Ticket
fjum vergibt für den ersten Konferenztag 2 BloggerInnen-Tickets an interessierte StudentInnen und angehende JournalistInnen, die Anmeldungen bitte per Mail an office@fjum-wien.at mit der Erklärung, warum Sie als BloggerIn bei der Data.Journalism! Konferenz dabei sein möchten. Anmeldeschluss ist der 25. Mai. Die BloggerInnen werden gebeten mindestens einen Blogbeitrag in englischer Sprache für das fjum Blog zu verfassen.

Open Government Data Konferenz Linz 26. Juni 2012

Zum zweiten mal findet in Österreich die Konferenz zum Thema Open Government Data statt: die OGD2012. Die Veranstaltung richtet sich an jene, die am Prozess der Bereitstellung von Offenen Daten teilnehmen: Politik, öffentliche Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Die OGD2012 holt namhafte österreichische und internationale Expert/innen auf ein gemeinsames Podium und ist somit der wesentliche Promotor für die Fortschreibung der Erfolgsgeschichte.

Themen der Konferenz: Transparenz & Demokratie, Datenjournalismus & Medienwirtschaft,Open Data Life Cycle.

Gehostet von der Stadt Linz bzw. der Open Commons Region Linz und organisiert vom Open Knowledge Forum Österreich – findet die OGD2012 Konferenz heuer im Linzer Wissensturm statt.

OGD Konferenz 2012 vergibt 2 BloggerInnen-Tickets an Interessierte, die Anmeldeprozedur wird auf ihrer Website veröffentlicht: http://www.ogd2012.at/


Commit Seminar: Reporting 2.0

Medieninhalte mit einem Smartphone aufnehmen, editieren, ins Radio oder TV-Programm bringen oder ins Netz stellen? Welche gestalterischen und technischen Möglichkeiten gibt es und welche Hürden gilt es zu nehmen?

Für JounalistInnen und RedakteurInnen bieten technische Entwicklungen oft auch neue Möglichkeiten bei der Produktion von Medieninhalten. Sowohl für Radio, TV und fürs Internet kann mit Smartphones heute relativ einfach und unmittelbar produziert und publiziert werden. Die Nutzungsmöglichkeiten sind vielfältig und öffnen neue Handlungsräume.

Seminarinhalte
Die TeilnehmerInnen befassen sich theoretisch und praktisch mit folgenden Aspekten:

  • Welche Möglichkeiten zur Produktion mit dem Smartphone habe ich (Audio, Video, Foto)?
  • Was muss bei der Produktion mit Smartphones beachtet werden (Technik, Qualität,…)?
  • Wie kann ich die produzierten Inhalte schnell und einfach aufbereiten/schneiden/bearbeiten?
  • Welche Tools zur Contentdistribution können verwendet werden?

Details hier.


Bildung als Beleidigung

Gesudere.at hat über das fjum und unseren Kurs zu Bildredaktion gebloggt. Gratis, nicht gratis, falsche Zielgruppenansprach – fjums kurze Replik auf drei Vorwürfe.

Zum ersten Vorwurf: „…wie man zu Gratisbildern kommt“. Gratisbilder sind im Netz verfügbar. Daran wird Gesudere nichts ändern. Deshalb beschreiben wir die Frage nach Gratisbildern als FAQ, was sie zweifelsfrei ist.  Darüber muss in einem solchen Kurs gesprochen werden, ob man gratis nun mag oder nicht. Das wiederum ist wohl eine Frage, die sich mit der Perspektive schnell ändert, denn es folgt als Vorwurf zwei —> „das kostet aber etwas“! Tatsächlich. Wir wissen, Fortbildung ist in der Medienbranche wenig wert. Weil systematische Bildung kaum Tradition hat, schon gar nicht Fortbildung. Man lernt on the job, so die tradierte Meinung. Und die Begabung, natürlich!, wird in die Wiege gelegt. Was folgt daraus? Wer auf sich hält, der wird Seminare zwar halten, doch niemals besuchen können. Dass Gesudere-Autor zu dieser Gruppe gehört, hätten wir, drittens, doch wissen müssen, weil wir ihn und sein Werk doch hätten kennen müssen. Das tun wir jetzt: Und werden ihn in Zukunft nicht mehr dem Verdacht aussetzen, belehrbar zu sein.


Diskussion über Prekarisierung im Journalismus

Diskussion im Presseclub Concordia, organisiert von Lisa Mayr: Qualität unter Druck. Wie verändert die Prekarisierung der Arbeitsbedingungen den Journalismus? Montag, 14. Mai 2012, 19 Uhr, Eintritt frei.

Wer heute Qualitätsjournalismus fordert, wird mit dem Rechenschieber bedroht. Recherche mit offenem Ausgang, gewissenhaftes Nachfragen, Nachlesen und Nachdenken außerhalb der Herde, der Dialog über gesellschaftliche Ziele – das sind journalistische Ideale, die vor der ökonomischen Realität nicht mehr bestehen. Der Spardruck in den Medien wird durchgereicht bis zu den schwächsten Gliedern der Nahrungskette: den freien JournalistInnen, den ZeilenschreiberInnen, den freien DienstnehmerInnen ohne Zukunftsperspektive. Viele davon sind erfahrene AutorInnen und studierte ExpertInnen, deren Einkommen längst nicht zum Auskommen reicht. Die Reservearmee von motivierten Medienarbeitern steht bereit. Sie arbeitet zu Dumpingpreisen, angefüttert mit dem symbolischen Kapital, das der Beruf immer noch verspricht.

Um zu überleben, verdingen sich viele JournalistInnen nebenbei in PR und Werbung. Das zwingt sie zu einer Dankbarkeit gegenüber Brotgebern, die journalistischer Haltung, Unabhängigkeit und Unbestechlichkeit widerspricht. Der US-Journalist Edward R. Murrow nannte JournalistInnen einmal „die Straßenpolizisten im Rückspiegel der Macht“. Agieren JournalistInnen heute als Schmiermittel des herrschenden Systems? Führt ein Journalismus unter dem Spardogma zu einem Strukturwandel der Öffentlichkeit? Und was bedeutet die Prekarisierung der Arbeitsverhältnisse ganz allgemein für die Zukunft des Qualitätsjournalismus?

Am Podium:

Franz C. Bauer, Journalist bei Profil und Präsident der Journalistengewerkschaft
Sonja Bettel, Journalistin bei Ö1, Initiatorin von ORF_FM, der Interessengemeinschaft der Freien MitarbeiterInnen des ORF
Andy Kaltenbrunner, “Herausgeber “Journalisten-Report”, Medienberater und Gesellschafter von Medienhaus Wien
Michel Reimon, Autor und Landessprecher der Grünen Burgenland
Andrea Roedig, Philosophin, Buchautorin und Journalistin

Moderation: Lisa Mayr, freie Journalistin – u.a. bei Ö1, Falter und Presse
Die Veranstaltung wird vom Presseclub Concordia unterstützt.
Die Teilnahme ist kostenlos.


Diese Woche in Spanien…

Barcelona vs. Chelsea: Die Konkurrenz war hart, und doch kamen rund 100 Gäste zur Diskussion „Media Innovation: How to Shape the Future“ in Alicante: Journalisten, Medienmanager, Publizistik-Studenten. Mediendesigner und -berater Mario Tascón (Prodigioso Volcán), Romanus Otte (Welt Digital) und Andy Kaltenbrunner (Studiengangleiter IMIM, Medienhaus Wien) diskutierten anlässlich des dritten Moduls des Masterprogramms “International Media Innovation” im „Club Información“ über Investitionen in Innovation, Mindsets von JournalistInnen und ökonomische Aussichten in den sehr unterschiedlichen Märkten.
Das Masterprogramm, getragen von der Deutschen Universität für Weiterbildung (DUW) in Berlin und fjum_forum journalismus und medien in Wien, bringt gut ein Dutzend junger Professionals aus den TIME-Industrien (Telekom, IT/Internet, Medien, Entertainment) sieben verschiedener Länder zusammen. Sie arbeiten im berufsbegleitenden, postgradualen Studium an interdisziplinären Projekten für ihre Unternehmen. Nach Spanien-Workshops an der Universität Miguel Hernandez in Elche und in der Redaktionen von Información (Alicante), El Pais und RTVE (Madrid) findet das nächste Treffen der Master-Kandidaten im Oktober in den USA u.a. bei New York Times und Poynter Institute statt.

Dazu gibt es auch einen ausführlichen Bericht unserer Partneruni und hier den Bericht in der Tageszeitung La Información (beides in Spanisch).


Video: Public Lecture mit Frans Jennekens & Pari Niemann

Jennekens, head of diversity beim niederländischen national public broadcaster NTR und chairman des Intercultural and Diversity Group der EBU (European Broadcasting Union) diskutierte mit Pari Niemann, Referentin für Diversity beim NDR über “Media Diversity as a business case” am 12. April 2012 im Theatersall des Café Prückel.

Vielen Dank an Georg Schütz von ichmachpolitik.at für die Aufzeichnung.

Vortrag von Frans Jennekens:

Diskussion Frans Jennekens & Pari Niemann


Webinar series “Innovation Tuesday” – fjum’s crowdsourcing experiment

Participate and propose topics and speakers on:

- New concepts in journalism; public relations and marketing;
- The latest gadgets;
- Innovative online services.

The “Innovation Tuesday” is a “Pay-What-You-Want” event.


powered by tricider

Each second Tuesday of every month at 1730 CET we will invite an expert or deal with a topic, chosen from your suggestions. This Webinar will provide you with insights from international experts in a 75 minutes lasting interactive webinar session. The presentations are being followed by discussions.

Innovation Tuesday is driven by “the people formerly known as the audience” (Dan Gillmor). Hence, a crowdsourced approach will give you the possibility to propose and vote for a guest speaker or presenter.

If you miss a session you can watch a recording and pay as well as you like.

Format:

A webinar is a live online seminar that connects all participants via audio, video and chat. Required are a fast computer and a stable broadband internet connection. The use of headsets and webcams is recommended. For this webinar the latest version of Adobe Connect will be used.

The Dates:
February 14, 2012 with Nicolas Kayser-Bril
April 10, 2012 with Sree Sreenivasan
May 8, 2012 with Ken Doctor
June 12, 2012
September 11, 2012
Oktober 09, 2012
November 13, 2012
December 11, 2012


Datenjournalismus: Alles nicht ganz neu.

Die Selbstgefälligkeit der Netzöffentlichkeiten ermüdet mich gelegentlich. (Schließlich weiß ich es eh auch besser.) Erfahrungsgemäß hilft gegen Eitelkeiten eine historische Perspektive.

1967 war das Jahr der Detroit Riots. Nach einem Polizeieinsatz brachen Unruhen aus, in deren Verlauf 43 Menschen starben. Ein Team der Detroit Free Press fragte sich, was die Ursachen seien – und wandte für die Beantwortung sozialwissenschaftliche Methoden an.

Zur Datenauswertung wurden Computer eingesetzt. 1967. Die Idee zu dieser Vorgangsweise hatte der Journalist Phil Meyer, der im Jahr zuvor Niemann Fellow in Harvard gewesen war und sich dort mit Methoden empirischer Sozialwissenschaften vertraut gemacht hatte.

Das Ergebnis: „The People beyond 12th Street“, eine detaillierte und bis heute zitierte Analyse, die zeigte, dass es keine Korrelation zwischen Einkommen oder Bildungsniveau mit der Bereitschaft zur Teilnahme an den Unruhen gab. Auch wurde die landläufige Annahme widerlegt, dass die Aufstände von neuen Zuwanderern aus dem Süden angeheizt worden waren. Vielmehr waren, wie belegt werden konnte, Brutalität der Polizei, schlechte Wohnbedingungen und Arbeitslosigkeit die Hauptursachen. (Zu den Unruhen siehe hier.)

(Den Artikel gibt es hier in voller Größe)

Phil und sein Team erhielten für dieses frühe Stück CAR einen Pulitzer-Preis.

Gleich danach begann Phil mit der Arbeit an seinem Buch „Precision Journalism“, mittlerweile ein Klassiker. Vieles, was darin steht, ist bis heute gültig.

Die Debatte über Datenjournalismus wurde also spätestens vor 45 Jahren angestoßen. Da sollten wir schon über jenen Daten- und Grafikfetischismus hinaus sein, der gelegentlich – ganz subjektiv und ohne Anspruch auf Repräsentativität – in der Debatte zu beobachten ist.

Wichtiger als Datenwälzen und -visualisieren als art pour l’art ist, was Phil Meyer anlässlich eines Vortrags bei den Hedy Lamarr Lectures in Wien im letzten Jahr betont hat: Die Verbindung von „Precision Journalism“ und „Narrative Journalism“, also von fundierter sozialwissenschaftlicher, quellenkritischer, statistischer Kenntnis mit dem journalistischen Blick für die „G’schicht“.

Der „Guardian“ ist nicht umsonst, wie in vielen Bereichen journalistischer Innovation, auch beim Datenjournalismus Vorreiter. Im Jahr der London Riots diskutierte man dort, welche „lessons for the UK“ man in einer Redaktion in London 2011 aus Detroit 1967 ziehen könne. Das Ergebnis zeigt: Der Blick zurück lohnt.

Hier gehts zu twenty.twenty

 

Und hier zum Video von der Diskussion.


Wie der Guardian zur Assad-Mail Story kam…

…beschreibt Anna Wallner in der “Presse”.

 

Offen für alles: Wie der „Guardian“ zur Story kam

 

15.03.2012 | 18:27 |  Von Anna-Maria Wallner (Die Presse)

 

Der britische “Guardian” bekam die über 3000 E-Mails des Diktators Bashar al-Assad angeblich von der syrischen Opposition zugespielt. Das Blatt lässt die Leser an der Entstehung seiner Artikel teilhaben.

 


Nachlese: Chris Moran über Open Journalism

Chris Moran bei einer Public Lecture, die fjum in Kooperation mit derstandard.at organisiert hat, über Open Journalism beim Guardian:
IchmachPolitik hat ein Video gemacht – danke!

Und hier die Nachlese im Online-Standard:

http://derstandard.at/1331207355363/Public-Lecture-Chris-Moran-Interessante-oder-nuetzliche-Schlagzeilen-sind-tot

Fotos: Walter Henisch


Ken Doctor kommt zu uns

US-Medienanalyst Ken Doctor wird am 13. März bei uns einen eintägigen Workshop halten. Ken ist gefragter Speaker und Berater, er ist Autor des Standardwerks Newsonomics und schreibt für Harvard’s Nieman Journalism Lab . An erfolgreichen Beispielen aus Medien- und andern Branchen – von der Paywall der NYT bis zum Erfolgsmodell Amazon – zeigt Ken, was Erfolgsfaktoren für das digitale Nachrichtenbusiness der Zukunft sind. „Anyone in journalism must confront the world as it is — not the way we’d like it to be — and roll with the changes our challenging times offer.”

 

Zur Vorbereitung empfehlen wir “Englisch zum Aufwärmen” am Samstag, den 10. März, ein englischsprachiger Vormittag in entspannter Atmosphäre.


Friedrich Krotz bei den Lamarr-Lectures

Wir leben und entwickeln uns in unseren sozialen Beziehungen – sie entstehen durch Kommunikation und werden durch Kommunikation gestaltet. Früher waren medienvermittelte Kontakte im privaten Bereich – etwa per Brief oder Telefon – eher die Ausnahme. In den mediatisierten Alltagen von heute finden Beziehungen meist sowohl face-to-face als auch über Medien statt: mittels social software a la Facebook oder Xing, in Computerspielen, Chats oder mit dem allgegenwärtigen Mobiltelefon. Zudem spielen sogenannte para- und pseudosoziale Beziehungen eine wachsende Rolle für immer mehr Menschen: Weil man ja auch mit Medienfiguren kommuniziert, entwickeln sich solche Abwandlungen von sozialen Beziehungen zum allabendlich im Wohnzimmer erscheinenden Nachrichtensprecher, zu regelmäßig zu sehenden Moderatoren oder zu Lieblingsschauspielern, etwa aus daily soaps, aber auch zu computergenerierten Figuren wie Lara Croft oder Tamagotchi-ähnlichen Robotern. Prof. Krotz fragt: Wie verändern sich die sozialen Beziehungen in unseren mediatisierten Gesellschaften?

Moderation: Matthias Karmasin, Medienhaus Wien

Diese Lecture ist Teil der Veranstaltungsreihe Hedy Lamarr Lectures 2012. Nähere Informationen zu den Lectures finden Sie auf http://www.mhw.at.

Friedrich Krotz ist Professor für Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Universität Bremen. Er ist Diplommathematiker und Diplomsoziologe. Ab 1989 war er als Forscher am Hans-Bredow-Institut in Hamburg tätig, lehrte an den Universitäten Jena, Potsdam und Zürich. Die Lectures 2012 eröffnet Prof. Krotz mit seinem Forschungsschwerpunkt: Mediatisierung der Gesellschaft – und die gravierenden Veränderungen sozialer Kommunikation.

19. März 2012,18:15 Uhr, Theatersaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Sonnenfelsgasse 19, 1010 Wie


fjum gratuliert seinen ausgezeichneten Gestalterinnen!

Das Büro von Gabriele Lenz, das unser schönes Logo, unsere Website, unsere Folder und alles andere für uns designt hat, erhält einen der renommiertesten und traditionsreichsten internationalen Preise für Buchgestaltung: Die Goldmedaille im von der deutschen Stiftung Buchkunst durchgeführten Gestaltungswettbewerb „Best designed books from all over the world“. Der Preis geht damit zum ersten Mal nach Österreich.

Wir gratulieren ganz herzlich und freuen uns auch!

Ausgezeichnet wurden Gabriele Lenz und Elena Henrich für das Jahrbuch „Raum, verschraubt mit der Zeit – Space, Twisted with Time“, herausgegeben vom Haus der Architektur Graz anlässlich des Architekturpreises des Landes Steiermark 2010. Die Gestalterinnen haben die Texte des Schweizer Architekturpublizisten Hubertus Adam und die Fotografien von Hertha Hurnaus in unkonventioneller Art symbiotisch vereint. “Mehrfach in sich selbst verschraubt, verführt dieses Buch durch das Zusammenspiel seiner beiden Buchblöcke (einem Text-Raum und einem Bild-Raum) dazu, beim gleichzeitigen Blättern in den beiden Teilen eigene Entdeckungen zu machen. Auch der ebenfalls in sich verzahnte Textteil aus Überschriften, Kommentaren, Essays, Fußnoten und Bildunterschriften schafft weitere Querverbindungen, innerhalb welcher – durch die klare Typografie und den Einsatz der Schmuckfarbe – der Leser jedoch stets die Orientierung behält. Thema, sorgfältig gewähltes Material und durchdachte Gestaltung gehen eine perfekte Symbiose ein”, meinte die Jury.

Zu dem von der deutschen Stiftung Buchkunst durchgeführten Gestaltungswettbewerb „Best designed books from all over the world“ sind alle Bücher zugelassen, die bereits in ihren Ursprungsländern als „die schönsten“ ausgewählt wurden. Sieben Juroren begutachteten heuer 540 Bücher aus 31 Ländern und vergaben dafür eine Goldene Letter, eine Goldmedaille, zwei Silbermedaillen, fünf Bronzemedaillen und fünf Ehrendiplome. Die Preisverleihung findet am 16. März 2012 im Rahmen der Leipziger Buchmesse statt.

Das Büro von Gabriele Lenz erhält beim diesjährigen Wettbewerb „Schönste Bücher Österreichs“ im März auch gleich eine weitere Auszeichnung – diesmal für den Band „Arkadien und angenehme Feinde – Die Bildhauerateliers im Prater, Hg. Werner Würtinger” mit Fotografien von Margherita Spiluttini und einem historischen Abriss von Matthias Boeckl.


Den perfekten integrierten Newsroom gibt es nicht

IMIM-Programmleiter Andy Kaltenbrunner im Experteninterview über Medienkonvergenz und veränderte Produktionsbedingungen im Journalismus.
“Es gibt kein ‘Konvergenz-Kontinuum’”, sagt Andy Kaltenbrunner, “Redaktionen müssen sich auf permanenten Wandel und Weiterentwicklung einstellen.” Birgit Stark, Professorin am Institut für Publizistik der Universität Mainz, führte mit ihm im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts “Transforming Audiences, Transforming Societies” ein Experteninterview.

The COST Action “Transforming Audiences, Transforming Societies” coordinates research efforts into the key transformations of European audiences within a changing media and communication environment, identifying their complex interrelationships with the social, cultural and political areas of European societies.


fjum_Tauschhandel

Junge freie JournalistInnen haben selten Auftraggeber, die ihnen Fortbildung finanzieren – und ebenso selten ausreichend eigenes Budget dafür. Das fjum vergibt daher an engagierte JungjournalistInnen Freiplätze für fjum-Kurse und Diskurse. Im Gegenzug für die Gratisplätze sind im fjum_Tauschhandel die ausgewählten BewerberInnen für zeitgemäße Dokumentation der Kurse und Diskussionen mit internationalen Lektoren und renommierten Praktikern verantwortlich.

Interesse? Schreiben Sie uns bis vier Wochen vor dem Termin (diese Frist gilt nicht für die März-Kurse), an welchem unserer Kurse Sie teilnehmen wollen. Unser Team wählt nach Qualität und Motivation aus. Als erfolgreicher Bewerber fertigen Sie im Gegenzug eine knappe interne Doku für die KursteilnehmerInnen sowie einen dokumentarischen Kursbericht für unsere Website an – die Form wählen Sie selbst: Video, Audio, Twitter-Doku, Storify, Dozenten-Interview – oder auch ein schöner Text für’s Netz.

Voraussetzungen: Sie haben bereits journalistische Erfahrung und arbeiten als Freie(r). Erzählen Sie uns über Ihre Motivation, Ihre Ideen und Ihre bisherige journalistische Arbeit. Ein Mail mit dem Betreff fjum_Tauschhandel an anmeldung(at)fjum-wien.at genügt.

Laufende Ergänzungen zu FAQs (der Tauschhandel ist ein Experiment und Work in Progress, freuen uns also über Hinweise und versuchen, FAQs hier zu beantworten):

// Anmeldefrist & Benachrichtigung: Bitte schicken Sie uns Ihre Interessensbekundung bis vier Wochen vor dem Kurstermin, dann können wir Ihnen drei Wochen vorher Bescheid geben. Das gilt natürlich NICHT für die Kurse im März – das ginge sich nicht mehr aus.

// Die Idee gilt für alle fjum_Kurse.

// Ja, Tauschhandel ist so gemeint – der Begriff soll auf den ersten Blick transparent machen, dass beide Seiten Nutzen haben. Der Nutzen für das fjum: Inhalte unserer Angebote einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung stellen zu können, wie das andere Bildungseinrichtungen tun, siehe Angebote via iTunes U oder You Tubes Bildungschannels. (In den Links: Unbescheidene Beispiele ausgewählt.) Gleichzeitig könnte sich darüber hinaus eine Sammlung origineller/experimenteller Formate entwickeln. Wir wollen damit Ideen generieren & dokumentieren, im Idealfall Aufmerksamkeit für unsere Kursangebote erwecken und im persönlichen Kontakt mehr über den Bedarf der im fjum_Tauschhandel angesprochenen Zielgruppe erfahren. Der Nutzen für die TeilnehmerInnen: Wissenserwerb, Netzwerken, ein Feld zum Experimentieren. Und natürlich ebenso: Im Idealfall Erfolg in der Ökonomie der Aufmerksamkeit.

// to be continued


Nachlese: Crashkurs Finanzmärkte


Nachlese: Workshop mit Richard Gutjahr

“Eine Aufbruchstimmung wie derzeit werden wir lange nicht mehr erleben. Machen Sie etwas daraus!”

Der “Daily Prophet”, die Zeitung aus Harry Potter, wird kommen – und jetzt sei die Zeit, sich als JournalistIn darauf vorzubereiten. “Alles wird mobil” – und “Video wird wichtiger”, ist Richard Gutjahr überzeugt. Gutjahrs Workshop beim fjum verband die beiden Dimensionen: Es ging um mobile Videoproduktion. In seinem Startinput, fast möchte ich sagen: Plädoyer für Experimentierfreude, referierte Gutjahr über fundierte journalistische Kenntnisse und über Mut zu Neuem, über Glaubwürdigkeit, den Longtail und die Präzision beim Erreichen von Zielgruppen. “Es ist Ihr Job, auf den Tisch zu hauen, und erziehen Sie Ihren Chef.” Und wenn innovative journalistische Projekte nicht innerhalb der Redaktion umsetzbar seien, dann müsse man sie eben auf eigene Faust realisieren.

 

“Vordergrund macht Bild gesund.”

Okay, und wie geht das mit Bewegtbild? Das zeigte Richard Gutjahr an eigenen Beispielen aus seinem Blog www.gutjahr.biz und an zahlreichen anderen, darunter z. B. jenen von NYT-Journalist David Pogue. Gleich zu Beginn wichtig war die Frage, welche rechtlichen Aspekte berücksichtigt werden müssen – von Urheberrechten bis Persönlichkeitsschutz. Und dann: Welches technische Equipment? Richard Gutjahrs allerwichtigste Regel: “Es ist völlig egal, welche Ausrüstung Sie haben, aber machen Sie etwas! Improvisieren Sie! Seien Sie kreativ!” Die Minimalausstattung beschreibt Gutjahr in seinem Blogeintrag “Web-Videos: Das ultimative Travel-Kit für 100 €”. (Aber keine Angst, auch beim bekennenden Apple-Fan Gutjahr ging es nicht nur um Apple.) Dann: Hands on. Ein Interview drehen. Eine kleines einszeniges Portrait erstellen – und dazu die 5 Shot-Regel anwenden. So entstehen Videos von Köchen, Tischlern, Buchhändlern, Kellnerinnen. Dann noch schnell erklärt, wie sich so ein Video auf YouTube hochladen und in die eigene Website einbinden lässt. Fazit: Mit ein bißchen Übung kann das schnell was werden.

Schönes Feedback von den TeilnehmerInnen:

“Ein ganz außergewöhnlicher Workshop mit Richard Gutjahr!”

“Habe viel mitgenommen!”

“3 Wünsche an’s fjum?

1.    Macht
2.    Weiter
3.    So”

http://www.digitalks.at/2012/02/03/fjum_gutjahr/ (Zu Vortrag + Workshop.)

 

 

 


Gerhard Zeiler zu Gast bei IMIM

Im Jänner fand in Berlin bei unserem Kooperationspartner DUW (Deutsche Universität für Weiterbildung) das zweite Anwesenheitsmodul des Masterprogramms IMIM statt. RTL-Chef Gerhard Zeiler erläuterte den 14 Studierenden im Rahmen einer Lehrveranstaltung die Strategien von RTL.

Im Anschluss diskutierte Zeiler im Gespräch mit IMIM-Programmleiter Andy Kaltenbrunner und mehreren der IMIM-Lektoren im Hintergrundgespräch über Innovations- und Changemanagement in Medienunternehmen. Unter den Diskutanten: Nikolaus Forgó (Institute for Legal Informatics, Leibniz University Hanover), Lucy Küng (Universities of Jönköping and St. Gallen), Lukas Kircher (Creative Director, KircherBurkhardt), Romanus Otte (General Manager, Welt Online), Vinzenz Wyss (Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften) . Gäste beim Talk u.a. Michael Carl (Leiter Strategiebüro RBB), Peter Fritz (ORF-Korrespondent Berlin), Markus Kichl (Generalsekretär Moser Holding Tirol), Nora Yunis (Online-Director Al Masry Cairo) u.v.m.

Zur IMIM-Website.

 


Der Erste oder der Beste sein – Richard Gutjahr

Die KollegInnen von Presse - Blogger Richard Gutjahr: „Im Netz muss man der Erste oder der Beste sein“ « DiePresse.com - und Standard - Der Erste oder der Beste sein – Online – derStandard.at › Etat - haben berichtet, da brauchen wir keinen eigenen Text mehr schreiben, sondern nur ein herzliches Danke an Richard Gutjahr hinzufügen, der die Erwartungen voll und ganz erfüllt hat. Schließen wir uns Armin Wolf an…

Hier die Slides:


Error Management in the News Media

Inspiring morning at Lugano’s Media Accountability Conference, held as part of the EU-project MediaAct: Today it’s all about corrections management.

Scott R. Maier from the University of Oregon argues that accuracy is the foundation of media credibility and that traditional news media need their user’s trust. ”Online error management is not about technology, but about culture”, says Scott. From his studies, he deducts that there is not a lack of technical possibilities, but a lack of willpower towards correcting errors. “Clearly we have an accuracy problem”, he says. Scott is referring to several studies (read more e.g. at Nieman Reports), among these one he conducted with Phil Meyer (whom we could listen to in Vienna recently), finding that 60 per cent of articles had errors. The more, most of the errors go unreported, says Scott.

Implementing tools for online error management could be really easy. Scott shows some examples, among them the Report an Error Alliance or MediaBugs, and earlier we discussed Corrigo, an intriguing idea under development in Germany.

But of course, there are also simple ideas for newsrooms: The L.A. Times is using Twitter to send in corrections. The Washington Post features a Corrections Button, which opens a very simple template to report your correction. “There’s nothing fancy about it, but it gets the job done”, says Scott. (By the way, I just saw that the Post’s report on corrections also has got a correction button.) Actually, to my knowledge, no Austrian online news outlet has implemented such a simple tool yet.

However, Scott is not too optimistic, as he sees one huge problem: Denial. Even if all the research shows that errors occur frequently, U.S. journalists consider errors rare, and they are convinced that errors are corrected anyway. Thus: The technology for online error management exits, but does the mindset?


Paywalls: “Nicht die Größe ist wichtig, sondern der Inhalt” – Onlinemedien – derStandard.at › Etat

Bill Mitchell, Partner in unserem Master-Programm International Media Innovation Management und Lektor am fjum, im Standard-Interview über Paywalls und künftige Anforderungen an JournalistInnen.

Paywalls: “Nicht die Größe ist wichtig, sondern der Inhalt” – Onlinemedien – derStandard.at › Etat.


IMIM-Netzwerke und ORF-Proteste

Die Information über die ORF-Redaktionsprotest haben sich auch über die Netzwerke unseres Masterprogramms IMIM verbreitet…

…nach Rumänien zu “Adevarul”:
http://www.adevarul.ro/actualitate/eveniment/Protest_inedi

…nach Ungarn ins Branchenmagazin “Kreativ”:
http://www.kreativ.hu/media/cikk/sikeresen_tiltakoztak_az_ujsagirok.

… in die USA via Bill Mitchell/Poynter Institute:
“Public Broadcasting or Party Pandering? 55 journos w/Austrian ORF protest intrusion of latter on former: http://bit.ly/ORFprotest (click CC)”


Corrigendum: Erster Englisch-Kurs am 10. März

Ein Fehler muss natürlich in den Folder. Der erste Englischkurs findet, wie hier im Web angekündigt, am Samstag, den 10. März statt. Zur Vorbereitung auf unsere Kurse mit Ken Doctor und Chris Moran in der darauf folgenden Woche – oder einfach, um in entspannter Atmosphäre (wieder) Routine bei fachlichem Austausch und Diskussion in englischer Sprache zu bekommen:

fjum seminars are often held in English. They feature leading analysts, key strategists and other well-known media experts, thus offering you a unique opportunity to interact with them face-to-face, in a small group setting. You may wish to ask questions, agree/disagree with their theories or digress into topics of your own interest. Clearly, your English does not have to be perfect. But you do not want to be misunderstood, either. Nor do you wish to ask a three-minute question if it can be done in, say, eight words. Gain confidence, (re)familiarize yourself with the relevant vocabulary in English and overcome your inhibitions by taking part in this informal warm-up coaching.

Topic(s) based on Ken Doctor’s seminal book Newsonomics – Twelve New Trends That Will Shape the News You Get.

The event will be held in English.


Leseempfehlung: fjum-Dozent Ken Doctor über Kodak & Learnings für Zeitungsunternehmen

“While we may say newspapers are dying, we can say long live the news. Those owning — or buying into or creating news franchises — do still have time to pivot and learn from failure.” Ken Doctor, der im März an’s fjum kommt, leitet aus der Entwicklung von Kodak fünf Learnings für das Management von Zeitungsunternehmen 2012 ab. Sein letzter Punkt sei besonders hervorgehoben: Die alten Firmen seien, so Doctor, noch immer einer “Manufaktur-Mentalität” verhaftet. Kodak produziere Produkte. Sears verkaufe Produkte. Und Zeitungsunternehmen druckten Produkte – und produzierten “Print-Websites”. In der neuen Welt aber gehe es um – Service. “News is about getting what I want now, not a physical product. ”

Lesenswert.

The Newsonomics of the Long Goodbye: Kodak’s, Sears’, and Newspapers’ | Newsonomics.

Welche ökonomischen Chancen die Medienwelt 2012 bietet, diskutiert Ken Doctor bei uns am 13. März: Convergence, 2012. Workshop mit Ken Doctor.


Innovate! Change Management in Media Industries

Die 14 IMIM-TeilnehmerInnen starten nächste Woche ihr nächstes Modul, diesmal in Berlin. Und wie immer gibt es auch diesmal begleitend eine öffentliche Veranstaltung – für alle, die in Berlin sind, hier die Einladung – aber Achtung! Anmeldung bei unserem Partner, der DUW, unter event@duw-berlin.de unbedingt notwendig.

The President of Berlin University for Professional Studies – Deutsche Universität für Weiterbildung (DUW) and imim’s Program Director kindly invite you to
Innovate! Change Management in Media Industries
on the occasion of the second attendance module of the Executive Master’s Program “International Media Innovation Management” (imim) – a cooperation program of Berlin University for Professional Studies and fjum_forum for journalism and media vienna.

Welcome address by Ada Pellert, President, Berlin University for Professional Studies
Short introduction by Andy Kaltenbrunner, Program Director, International Media Innovation Management

Evening Talk with Gerhard Zeiler, CEO, RTL Group
featuring several of imim’s affiliates and lecturers, including
Nikolaus Forgó, Head of the Institute for Legal Informatics, University of Hanover, Germany
Lukas Kircher, Managing Director Creative, KircherBurkhardt, Berlin
Lucy Küng, Universities of St. Gallen, Switzerland, and Jønkøping, Sweden
Romanus Otte, General Manager, Welt Online, Berlin
Vinzenz Wyss, University of Applied Sciences Zurich,

Thursday, January 26th, 2012, 6 p.m.
at Berlin University for Professional Studies, Pacelliallee 55, 14195 Berlin.
Please be advised that the talk will be off the record.

Advance registration is required:
Please email us at event@duw-berlin.de no later than January 19th. The event will be held in English.
Admission is free.
An informal reception after the discussion will provide its international participants and audience with an opportunity to meet and exchange ideas on media innovation.


… das COMMIT Programm

Ein Tipp: Das Community Medien Institut bietet interessante Seminare für nichtkommerzielle Medien an. Im Februar z. B.: Urheberrecht mit Maria Windhager.

Inhalte:

Was ist ein Werk – wie ist es geschützt?
Welche Formen des Schutzes gibt es?
Wie ist die Nutzung geschützter Werke reglementiert?
Welche Auswirkungen hat das für die Nutzerinnen in der Praxis?
Wie kann ich selbst meine Rechte als Urheber wahrnehmen?
Neben Inputs zu diesen Themen und einer Einführung zu Creative Commons bietet das Seminar viel Raum für die Diskussion und Klärung konkreter Fragestellungen aus der eigenen Medienpraxis.

Weitere Informationen über dieses und andere COMMIT-Seminare hier.


IMIM-Lecturer Bill Horn/NYT im Interview

Ö1 hat einen Beitrag über die New York Times und deren Video-Desk gebracht:

Digital.Leben – Bill Horn

Leiter des Video-Desks ist Bill Horn, der bei unserem Master-Programm “International Media Innovation Management” unterrichtet. Er war dazu im Oktober 2011 in Wien und wird die 14 TeilnehmerInnen während ihres New York-Aufenthalts im Herbst 2012 betreuen.

Über den Beitrag in Digital.Leben:
“Die Printausgabe der NYT hat eine Auflage von etwas mehr als einer Million Exemplare, die Online-Ausgabe wird von 1,5 Millionen Menschen gelesen. Und das, obwohl die NYT eine umstrittene Paywall für die Online-Angebote eingeführt hat. Ein wichtiger Teil des Online Auftritts ist der Videodesk. Eine eigene Videoredaktion liefert dem Portal bewegte Bilder. Die NYT will aber nicht dem Fernsehen Konkurrenz machen, sondern einen eigenen Videostil für die Tageszeitung kreieren. Für den zweiten Teil der Serie ‘Medien im Wandel’ hat Anna Masoner mit Bill Horn, Leiter des Video Desk der New York Times gesprochen.”


fjums Crowdsourcing-Experiment

Wir halten Crowdsourcing für ein wichtiges und ganz aktuelles Thema, das “praktisches Anwendungsfeld” für die viel diskutierten Journalismustrends Transparenz, Vertrauen, Interaktion ist.

Und weil wir nicht nur darüber reden, sondern gern selbst experimentieren, lässt das fjum – mit Beratung von David Röthler – sein Publikum mitreden: Das Programm der Webinar-Serie “Innovation Tuesday” wird vom Publikum vorgeschlagen, über die Ideen wird abgestimmt.

Mitmachen! Als Anreiz gibt es einen Freiplatz in unserem Crowdsourcing-Workshop am 18. Jänner zu gewinnen.

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Zur Auseinandersetzung mit dem Thema Transparenz aus wissenschaftlicher Perspektive lesenswert: Die Arbeiten von fjum Vorstandsmitglied Klaus Meier. Einen Überblick über Klaus Meiers Studie zu Transparenz und Vertrauen im Journalismus gibt es in Klaus’ Blog zu seinem Journalistik-Lehrbuch (gleich noch eine Empfehlung zur Lektüre dieses Buches, informativ, gut geschrieben, gerade aktualisiert). Und in Österreich wird gerade das Beispiel der Schwedischen Tageszeitung Norran mit ihrem “Open Newsroom” diskutiert.


Das fjum-Programm ist online. Like? Spread the word.

Sree Sreenivasan +++ Gerlinde Hinterleitner +++ Ken Doctor +++ Maria Nicolini +++ Herbert Lackner +++ Andy Kaltenbrunner +++ Madeleine Swistelnicki +++ Chris Moran +++ Pari Niemann +++ Bill Mitchell +++ Richard Gutjahr +++ David Röthler +++ Ulrike Schnellbach +++ Guido Meyn +++ Nikolaus Forgó +++ Peter Laufer

Ein kompakter Überblick über das erste Halbjahr 2012:

Viele weitere Programmpunkte sind in Planung, zum Beispiel zu Datenjournalismus, zum Schwerpunkt Recherche, zum System Österreich mit Referenten wie Emmerich Talós und Alfred J. Noll; dann eine schöne Serie, die uns Stefan Apfl kuratiert (das Thema bleibt noch ein Geheimnis), ein Workshop zur Satire mit Chan Lowe und einiges mehr, zu dem wir demnächst Details verraten werden. Ihr erfahrt es rechtzeitig: Twitter, Facebook, Newsletter bestellen.

Das fjum-Team ist glücklich über das schöne Programm, in dem nicht nur einige Monate intensiver konzeptioneller und organisatorischer Arbeit, sondern auch sehr viele Anregungen und das Feedback vieler, vieler Menschen aus der Branche stecken, und dankt allen materiellen & ideellen & intellektuellen UnterstützerInnen!

… eine interessante Gegenperspektive auf Transparenz

Brand Eins widmete sich in Ausgabe 7/2011 dem Schwerpunktthema Transparenz. Darin ein sehr anregendes Interview mit dem Philosophen Byung-Chul Han, das die schon ein bißchen langweilig werdende Transparenzdebatte erfrischt und Denkanregungen gibt, z. B.:

“Die Transparenz erhöht womöglich die Effizienz. Sie ist vielleicht kein ethischer oder politischer, sondern letzten Endes ein ökonomischer Imperativ. Sie vernichtet deshalb Rückzugsräume, weil dadurch mehr Effizienz, mehr Leistung erwartet wird. Die Offenheit und Transparenz bringt nicht nur mehr Freiheit, sondern auch mehr Zwang hervor. Die offenen Büroräume etwa, in denen ich den Blicken anderer ausgesetzt bin, üben auch Zwänge und Kontrolle aus. Rückzugsräume, in denen ich mich meinen besonderen Neigungen hingeben könnte, wären ökonomisch ineffizient. Die Ausleuchtung wäre hier eine sehr effiziente Form von Ausbeutung.”

Hier zum Nachlesen.


… Tagung Identität – Diversität – Integration

Hier gleich noch eine Empfehlung des forum journalismus und medien wien für das 1. Sozialwissenschaftliche Forum Wien. Nicht wegen der Namensverwandtschaft, sondern wegen der Themensetzung:

Das fjum bietet im April einen Workshop an, der sich praxisorientiert damit auseinandersetzt, wie Vielfalt im Journalismus umgesetzt werden kann – und wie ein Diversity-Ansatz dem Journalisten, der Journalistin neue Zielgruppen erschließen kann: Nicht nur “political correct”! Vom Nutzen der Vielfalt für den Journalismus mit Pari Niemann ist für den 12. und 13. April terminisiert.

Das 1. Sozialwissenschaftliche Forum Wien beleuchtet das Thema Identität – Diversität – Integration aus wissenschaftlicher Perspektive. Am 1. und 2. Dezember wird, veranstaltet vom Methodenforum der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Wien, der Kommission für vergleichende Medien- und Kommunikationsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (schon wieder eine Empfehlung!, siehe z. B. Publikationen der Kommission) und der Österreichischen Gesellschaft für Kommunikationswissenschaft, über verschiedene Aspekte des Themenfeldes vorgetragen und diskutiert, das letzte Panel am 2. März um 18.00 Uhr widmet sich “Medien und Integrationspraxis”. (Programm hier.)


… Diskussion über Transparenz im Journalismus

Diskurs ist notwendig, um die Spezifika der österreichischen Medienlandschaft auch im Hinblick auf “Marktentwicklung durch missglückte Medienpolitik” (Kaltenbrunner, Karmasin, Kraus, Zimmermann, Der Journalisten-Report, 2007, 41) verstehen – und in kleinen Schritten ja vielleicht auch verändern zu können.

Am 1. Dezember veranstalten der Österreichische Presserat und das Salzburger Kuratorium für Journalistenausbildung eine Diskussion über Transparenz, zuerst wird über Transparenz in Medienunternehmen geredet, mit Harald Fidler, Publizistik-Emeritus Wolfgang Langenbucher, Österreich-GF Oliver Voigt und Florian Philapitsch, stv. Vorsitzender der KommAustria, neben Grundsätzlichem angekündigt auch Aktuelles über #Inserate, und da wird es wohl auch um #Ainetter und #Failmann gehen.

Im zweiten Panel über Transparenz im Journalismus diskutiert in einer Runde mit Helge Fahrnberger, Initiator vom ganz empfehlenswerten Medienwatchblog Kobuk!, SN-CR Andreas Koller und Christian Rainer auch Anette Novak, die Chefredakteurin von Norran. Norran ist eine schwedische Tageszeitung, die zuletzt mit ihrem “Open Newsroom” für Aufmerksamkeit sorgte und ganz generell Crowdsourcing klug einsetzt. 

Zur Auseinandersetzung mit dem Thema Transparenz aus wissenschaftlicher Perspektive lesenswert: Die Arbeiten von fjum Vorstandsmitglied Klaus Meier. Einen Überblick über Klaus Meiers Studie zu Transparenz und Vertrauen im Journalismus gibt es in Klaus’ Blog zu seinem Journalistik-Lehrbuch (gleich noch eine Empfehlung zur Lektüre dieses Buches, informativ, gut geschrieben, gerade aktualisiert).

Und wer sich für die Umsetzung interessiert und wissen möchte, wie Crowdsourcing als Mittel der “angewandten Transparenz” gezielt in Redaktionen eingesetzt werden kann, dem können auch etwas empfehlen: Am 18. Jänner beim fjum-Workshop “Crowdsourcing – Die Weisheit der Massen nutzen” mit David Röthler dabei zu sein.


Nachlese: Workshop Datenjournalismus

“Wenn Medien Datenschätze nicht heben, dann tun es eben andere”, meint Referentin Ulrike Langer beim ersten fjum-Workshop zu Datenjournalismus und zeigt an zahlreichen Beispielen, wo und wie die vielfältigen Möglichkeiten, aus langweiligen Datensätzen spannende Geschichten und neue Erzählformen zu entwickeln, eingesetzt werden.

Eine Redaktion, die das bereits erfolgreich tut, ist jene von Zeit Online. Deren Entwicklungsredakteur Sascha Venohr erklärt das Prinzip Datenjournalismus an Geschichten aus seiner Redaktion. Darunter die preisgekrönte und von BBC, Guardian, New York Times und anderen Medien aufgegriffene Story “Verräterisches Handy” über Vorratsdatenspeicherung, die mit der Auswertung der Handy-Daten des Grünpolitikers Malte Spitz verdeutlicht, wie Datenjournalismus neue und einprägsame Perspektiven eröffnen kann. Dahinter stehe natürlich einiger Aufwand, so Venohr, seine Redaktion setze datenjournalistische Recherche und Aufbereitung daher ganz gezielt zur Umsetzung sehr genau ausgewählter, chancenreicher Projekte ein. Gearbeitet wird dabei durchgängig ressortübergreifend, ein eigenes Ressort “Datenjournalismus” würde der Idee widersprechen: “Datenjournalismus ist schlicht eine Darstellungsform”, meint Venohr, und empfiehlt projekt- und themenbezogene Experimentierfreude.

Also experimentieren die siebzehn Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus österreichischen und schweizer Redaktionen (Wiener Zeitung, Standard, Kurier, APA, Tages-Anzeiger, Berner Zeitung, SFR, Infel AG): Mit im Netz verfügbaren Daten über Militärausgaben der SIPRI Military Expenditure Database, Excel und den Fusion Tables von Google werden in erstaunlich kurzer Zeit Beispiele für #ddj (Data Driven Journalism) produziert.

Dann zeigt Walter Longauer, Grafikchef der APA, die aktuellen Datenprojekte der Presseagentur, und mit welchen Rohdaten und welchen Tools sie umgesetzt werden.

Ernüchterung im Datenrausch bringt in der Diskussion die Frage nach der Quellenkritik. Bei allem Enthusiasmus für die neuen Möglichkeiten bleiben journalistische Kernkompetenzen und kritische Fragen zentral: Woher kommen die Daten? In wessen Interesse wurden sie erstellt? Wie verlässlich sind sie, und wie kann das überprüft werden? Aber auch: Wie geht man mit der Eindeutigkeit um, die visualisierte Daten suggerieren? Kurz: Die Verantwortung wächst.

Und nicht  nur das, auch die Qualifikationsanforderungen in den Redaktionen werden vielfältiger, der Journalismus interdisziplinärer, Schnittstellenkompetenzen wichtiger. Benötigt werden Journalisten mit der Bereitschaft, in die Daten einzutauchen, sie zu interpretieren und die Geschichten herauszulesen; Grafikdesigner, die Informationsarchitekturen und Interfaces nutzerfreundlich entwerfen können; und Techniker, die spezielle Programmierungen umsetzen können.

Und was haben die Redaktionen von dem Aufwand, der dahinter steht? “Echte Reichweitenerfolge, Einzigartigkeit,  Reputationsgewinn und eine deutlich erhöhte Verweildauer”, sind sich Ulrike Langer und Sascha Venohr einig.

fjum bleibt dran: Weiterführende Seminarangebote zum Datenjournalismus ab 2012. Jeweils aktuell auf unserer Website, auf FB und Twitter.

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Am 18. November fand der Workshop “Geschichten erzählen mit Daten”, veranstaltet vom fjum in Kooperation mit dem MAZ – Der Schweizer Journalistenschule und gehostet von der Austria Presse Agentur statt. Die Referenten: Ulrike Langer, Medienjournalistin und Trainerin (Blog: medialdigital.de, @mauisurfer25) und Sascha Venohr, Entwicklungsredakteur bei Zeit Online (@venohr). Einen Überblick über die Entwicklungsarbeiten bei der APA gab APA-Grafikchef Walter Longauer.


In the 80ies and 90ies everyone could manage a newspaper

says renowned media economist Robert Picard, University of Oxford, Reuters Institute for the Study of Journalism, in his openingspeech at the Workshop Media Convergence & Journalism in Mainz. While traditional media outlets lost their monopoly in delivering news, they have not developed strategies on how to deal with that loss. One of the causes, says Picard, is that the industry was used to enormous growth as well as to huge revenues from the 1950ies to 2000. Advertising revenues accounted from 60 to 85 per cent of the income and were growing well above inflation rates.

Today’s media managers grew up in the “Golden Age” of the 80ies and 90ies, “a wonderful time for big companies”, and do not see that these decades were the exception rather than the rule in the history of journalism.

According to Picard, the wealth of these years is one of the causes for today’s economic problems: The abundant structures that have been built up within this period cannot be kept up today. The more, success led to spiritlessness and little innovation. „But no Newspaper has a right to live and many deserve to die. If people are not using newspapers, how can they serve democracy?”

So how can journalism be financed, according to Picard?
-       Smaller and more agile operations,
-       more entrepreneurial approach,
-       different types of news and supplemental news providers,
-       more innovation in products and processes,
-       alliances, networking, and cooperation,
-       multiple sources of financing.

If traditional media outlets want to survive, they have to focus on the chances of digitalization, they have to change their attitude towards a much more customer oriented attitude, and they have to invest in R&D. While the average rate of R&D investment in all industries is 3 per cent, in high-tech industries 9 per cent, in the media industry it is about 0.1 per cent.

“Companies come and companies go, that’s the way it goes. For today’s media industry, change is not a choice, it’s a requirement.”

Robert Picard, University of Oxford, Reuters Institute for the Study of Journalism: Killing journalism? The economicsofmedia convergence. Workshop Media Convergence & Journalism, organized by EJOJohannes Gutenberg University MainzMAZ and Medienhaus Wien, Mainz, Oct. 21th & 22nd 2011.


Tibor Kovács über Pressefreiheit in Ungarn

Tibor Kovács, Präsident des Ungarischen Verlegerverbandes, Vorstandsmitglied der linksliberalen Zeitung Népszabadság – und Teilnehmer in unserem Masterprogramm IMIM - kommentiert im Standard die Mediensituation in Ungarn. Besonders kritisiert er “Gummiparagrafen, die der Medienaufsichtsbehörde und auch den Richtern großen Interpretationsspielraum geben”.


Zwischen Präzision und Narration

Vergangene Woche gab Phil Meyer, Emeritus der University of North Carolina at Chapel Hill, in Wien eine Hedy Lamarr Lecture (organisiert von Medienhaus Wien, Österreichischer Akademie der Wissenschaften, Telekom Austria Group) über Journalismus zwischen Präzision und Narration: “Precision Journalism and Narrative Journalism: Toward a Unified Field Theory”; spannende Perspektiven, wie Journalismus gut recherchierte Fakten packend erzählen kann.

Die Lecture ist jetzt in den Nieman Reports, herausgegeben von der Nieman Foundation for Journalism an der Universität Harvard, publiziert worden, und online nachzulesen.

Dazu bekamen wir eben ein sehr nettes E-Mail von Phil, in dem er schreibt, dass sein Beitrag der aktuell meistgelesene der Nieman Reports ist. “It looks like nearly 75% of those are coming from Twitter, with a few more coming from Facebook, and some small traffic from another two dozen sites. – Gives me more respect for Twitter!” Und mein Respekt gilt Phil Meyer, der letztes Jahr seinen 80sten Geburtstag gefeiert hat – und dessen analytischer Blick von der langen Beobachtung des Journalismus nur geschärft wurde.


VÖZ Tablet – Workshop

Neben seinen offenen Seminar- und Fortbildungsangeboten entwickelt das fjum_forum journalismus und medien wien maßgeschneiderte Konzepte für Inhouse-Veranstaltungen. 

Aktuell konzipieren und organisieren das fjum_wien gemeinsam mit dem Medienhaus Wien für den VÖZ und sein Board “Digitale Medien” einen internen Workshop über Erfolgskriterien für Tablet-Strategien. 

Andy Kaltenbrunner (Medienhaus Wien), Romanus Otte (General Manager Digital Welt-Gruppe) und Lukas Kircher (Geschäftsführer KircherBurkhardt GmbH) geben am 8. November 2011  Input zu aktuellen Entwicklungen, Marktdaten und den Erfahrungen mit App- und Mobile-Strategien von Medienhäusern. 

Bei Interesse an der Entwicklung und Durchführung Ihrer internen Veranstaltung oder Trainingsreihe wenden Sie sich an Dr. Daniela Kraus