… eine interessante Gegenperspektive auf Transparenz

Brand Eins widmete sich in Ausgabe 7/2011 dem Schwerpunktthema Transparenz. Darin ein sehr anregendes Interview mit dem Philosophen Byung-Chul Han, das die schon ein bißchen langweilig werdende Transparenzdebatte erfrischt und Denkanregungen gibt, z. B.:

„Die Transparenz erhöht womöglich die Effizienz. Sie ist vielleicht kein ethischer oder politischer, sondern letzten Endes ein ökonomischer Imperativ. Sie vernichtet deshalb Rückzugsräume, weil dadurch mehr Effizienz, mehr Leistung erwartet wird. Die Offenheit und Transparenz bringt nicht nur mehr Freiheit, sondern auch mehr Zwang hervor. Die offenen Büroräume etwa, in denen ich den Blicken anderer ausgesetzt bin, üben auch Zwänge und Kontrolle aus. Rückzugsräume, in denen ich mich meinen besonderen Neigungen hingeben könnte, wären ökonomisch ineffizient. Die Ausleuchtung wäre hier eine sehr effiziente Form von Ausbeutung.“

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