Friedrich Krotz bei den Lamarr-Lectures

Wir leben und entwickeln uns in unseren sozialen Beziehungen – sie entstehen durch Kommunikation und werden durch Kommunikation gestaltet. Früher waren medienvermittelte Kontakte im privaten Bereich – etwa per Brief oder Telefon – eher die Ausnahme. In den mediatisierten Alltagen von heute finden Beziehungen meist sowohl face-to-face als auch über Medien statt: mittels social software a la Facebook oder Xing, in Computerspielen, Chats oder mit dem allgegenwärtigen Mobiltelefon. Zudem spielen sogenannte para- und pseudosoziale Beziehungen eine wachsende Rolle für immer mehr Menschen: Weil man ja auch mit Medienfiguren kommuniziert, entwickeln sich solche Abwandlungen von sozialen Beziehungen zum allabendlich im Wohnzimmer erscheinenden Nachrichtensprecher, zu regelmäßig zu sehenden Moderatoren oder zu Lieblingsschauspielern, etwa aus daily soaps, aber auch zu computergenerierten Figuren wie Lara Croft oder Tamagotchi-ähnlichen Robotern. Prof. Krotz fragt: Wie verändern sich die sozialen Beziehungen in unseren mediatisierten Gesellschaften?

Moderation: Matthias Karmasin, Medienhaus Wien

Diese Lecture ist Teil der Veranstaltungsreihe Hedy Lamarr Lectures 2012. Nähere Informationen zu den Lectures finden Sie auf http://www.mhw.at.

Friedrich Krotz ist Professor für Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Universität Bremen. Er ist Diplommathematiker und Diplomsoziologe. Ab 1989 war er als Forscher am Hans-Bredow-Institut in Hamburg tätig, lehrte an den Universitäten Jena, Potsdam und Zürich. Die Lectures 2012 eröffnet Prof. Krotz mit seinem Forschungsschwerpunkt: Mediatisierung der Gesellschaft – und die gravierenden Veränderungen sozialer Kommunikation.

19. März 2012,18:15 Uhr, Theatersaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Sonnenfelsgasse 19, 1010 Wie




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