Der Teufel trägt Kik - Workshop für JournalistInnen

Kursnummer: 251660

Sind westliche Unternehmen für die Arbeitsbedingungen in pakistanischen Fabriken verantwortlich?

Von Zara über H&M, C&A bis KIK: Zahlreiche westliche Textil-Unternehmen lassen ihre Produkte in asiatischen, afrikanischen oder osteuropäischen Ländern herstellen, um die Produktionskosten niedrig zu halten. Länder, in denen die Arbeitskräfte am billigsten und die Gewerkschaften am schwächsten sind, bekommen in der Regel den Zuschlag. Doch sind multinationale Unternehmen für die Arbeitsbedingungen in Fabriken in Ländern wie Bangladesch oder Pakistan verantwortlich?

In diesem kostenlosen Workshop erklärt der Berliner Anwalt Remo Klinger, wie europäische Textilfirmen juristisch in die Verantwortung genommen werden können und welche Stories für JournalistInnen in diesem breiten Themenfeld zu recherchieren sind. Aktuell vertritt Klinger die Opfer der Brandkatastrophe von Ali Enterprises vor einem Dortmunder Gericht. In der Stadt Karachi kam es bei diesem Subunternehmen des deutschen Textilherstellers KIK vor drei Jahren zu einem Großbrand. Knapp 300 MitarbeiterInnen kamen dabei ums Leben.

Remo Klinger ist ein Experte in der Frage, wie Rechtssysteme modifiziert werden können, um Menschenrechtsschutz global zu gewährleisten. Anschaulich und praxisnah erklärt er den TeilnehmerInnen den rechtlichen Status Quo und wie JournalistInnen vorgehen können. Gemeinsam mit Marieta Kaufmann vom Netzwerk Soziale Verantwortung werden aktuelle Fragen dazu diskutiert. Gleichzeitig wird das von NeSoVe verfasste Handbuch “Menschenrechte ohne Grenzen – Menschenrechtliche Unternehmensverantwortung bei Auslandsaktivitäten” vorgestellt.

Wir laden Sie herzlich zu diesem praxisnahen Workshop mit Remo Klinger ein.

Wann: Mittwoch, 29. Juni 2016, 10:00 bis 12:00 Uhr

Wo: fjum_Seminarraum, Karl-Farkas-Gasse 18, 1030 Wien

netzwerk soziale verantwortung

 

29.06.201610:00 - 12:00
kostenlos
Marieta Kaufmann
fjum_Seminarraum
Karl-Farkas-Gasse 18, 1030 Wien Anfahrtsplan