JournalistInnen-Workshop: Wie funktioniert die Elektronikindustrie?

Kursnummer: 251473

Der Run auf Produktneuheiten ist ungebrochen. IT-Markenriesen freuen sich über
steigende Gewinne. Beispiel iPhone 6: Gerade erst auf dem Markt, kann Apple die
Nachfrage nach dem neuesten Smartphone-Modell kaum stillen. „Wir sind nicht
annähernd soweit, noch nicht mal nah dran, zwischen Angebot und Nachfrage liegen
Welten“, sagt Apple-Chef Tim Cook. Die Produktion in Apples Zulieferbetrieben
läuft derweilen auf Hochtouren: Schnell muss es gehen, billig sein, und den hohen
Qualitätsansprüchen entsprechen – geht das wirklich nur durch Ausbeutung
von ArbeiterInnen? In den vergangenen Jahren wurde immer häufiger über die
unmenschlichen Arbeitsbedingungen bei Zulieferern von Markenriesen wie Apple
oder Samsung berichtet.

 
Der deutsche Experte Peter Pawlicki kennt die internationale Arbeitsteilung in der
Elektronikindustrie. Beispiel China, die Werkbank der weltweiten Elektronikindustrie:
„Faire Arbeitsbedingungen gibt es in China nicht“, betont Pawlicki. Trotzdem sieht der
Soziologe die Möglichkeit, dass Konzerne fairere Produkte herstellen könnten. Im Rahmen
des Workshops wird Pawlicki Einblick in die Abläufe in der Elektronikindustrie geben und
Fragen rund um Arbeitsbedingungen bei Apple & Co, aber auch über das Fairphone
beantworten. Inwieweit Österreich betroffen ist und was hier passiert, dazu können
VertreterInnen des Clean-IT-Projektes Infos geben.

 
Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem Südwind-Projekt Clean-IT,
fjum_ forum journalismus und medien wien und der Informationsstelle für
Journalismus & Entwicklungspolitik (ISJE).

28.11.2014ab 16:00
Eintritt frei
C3 - Centrum für Internationale Entwicklung - Alois Wagner Saal
Sensengasse 3, 1090 Wien