Literarisches Schreiben: Poesie und Drama im Journalismus

Kursnummer: 11717

Warum dieser Kurs? Weil es gut tut, nach den Regeln der Kunst zu schreiben. Allen. Der Autorin, weil ein Flow sich nur einstellt, wenn die Latte hochliegt. Dem Leser, weil er fühlt UND versteht – das triggert Glückshormone. Dem Text, weil er überzeugt.

Journalism is literature in a hurry? Schön wär’s. Wir studieren Werke zeitgenössischer Meister. Ziehen Schlüsse. Schreiben selber. Auf der Suche nach dem Schönen im Wahren und Guten. 

Diese Kompetenzen erwerben Sie:

Versprochen wird hier nichts außer unbedingtem Forscherdrang. Wir untersuchen, was wirkt. Diese Übung führt zu geschärfter Sensibilität, zu Erkenntnissen und Einsichten. Die bringen Sie in Ihre eigenen Texte und treiben sie weiter.

So ist dieser Kurs aufgebaut:

Zwei Tage Texttauchen. Wir tauschen uns aus über Lieblingstexte. Wir ergründen, was sie „literarisch“ macht. Die Sprache, der Bauplan, die Spannung? Was genau? Warum fiebern wir mit der Figur? Wir ermitteln das Wesentliche, sammeln Rezepte und Vorlieben. Sie machen Fingerübungen mit Sätzen, Bögen und Perspektiven. Dann darf sich alles setzen.

Sechs Wochen Denk-, Fühl- und Schreibzeit. Es formt sich etwas Eigenes. Sie trauen sich, schreiben es hin, verwerfen, überschreiben. Machen weiter. Kommen wieder und bringen Ihr Werkstück mit.

Vorsicht vor falschem Ehrgeiz. „Die Muse küßt im Grunde gern, selten aber die, die sich Ideen erhocken und erbrüten wollen, das ist ihr zu unerotisch“ (Sten Nadolny).

Ein Tag Austausch und Feedback. Sie tauschen Erfahrungen und Rezepte, stellen Fragen, kriegen Feedback, geben Feedback. Sie packen Erkenntnisse und Ideen ein. Und ziehen wieder los mit Rückenwind.

Dieser Kurs richtet sich an:

Die, die Poesie und Drama in ihren Recherchen wahrnehmen und ihrem Erleben sprachlich gerecht werden wollen. Erfahrene Schreibende, die das Gefühl kennen, das ein wundervoller journalistischer Text hinterlässt und dann denken: So würd‘ ich auch gern schreiben.

Das müssen Sie vorbereiten bzw. mitbringen:

Senden Sie mir vorab einen journalistischen Lieblingstext. Dieser kann Gegenstand unserer Untersuchungen werden. Ich treffe eine Auswahl, die ich gegebenenfalls schon vorab rundschicke. Lesen Sie wenn möglich Constantin Seibt: Deadline. Wie man besser schreibt. Bringen Sie einen Laptop mit.

Ihre Trainerin:

Marie Lampert ist Journalistin, Psychologin, Textversteherin. Autorin von Storytelling für Journalisten. Oder: Wie baue ich eine gute Geschichte?, das im Frühjahr 2017 in der 4. Auflage erscheint. Berufserfahren als Redakteurin beim Hessischen Rundfunk, als Verantwortliche des Online-Portals Storytelling, als stellvertretende Redaktionsleiterin eines Mitgliedermagazins und Dozentin in der Aus- und Fortbildung von Journalistinnen und Journalisten.

23.03.201709:00 - 15:00
24.03.201709:00 - 15:00
08.05.201709:00 - 15:00
620, für Freie und Studierende -50%
Marie Lampert
fjum_Seminarraum
Karl-Farkas-Gasse 18, 1030 Wien Anfahrtsplan