Redigieren für Journalist*innen und Texter*innen

Kursnummer: 17218

Kein Text ist perfekt, jeder gewinnt durch eine Redigatur. Wie Sie Ihre Print- und Online-Artikel so verbessern können, dass sie auch gelesen werden, das lernen Sie In diesem Seminar.

 

Darum geht es:

Texte sollen gelesen werden. Doch oft werden sie ignoriert oder nur flüchtig angesehen. Woran das liegen kann, erfahren Sie in diesem Seminar. Sie lernen, welche Kriterien einen guten Text ausmachen und was Zielgruppen im Print- und Online-Bereich nervt. Und Sie üben, die Erkenntnisse der Leseforschung umzusetzen. Gleichzeitig trainieren Sie, schnell zu erkennen, woran ein fremder oder Ihr eigener Text krankt und wie einfach Sie die entsprechenden Passagen verarzten können. Damit ein Text entsteht, den die Zielgruppe gern und bis zum Ende liest.

 

Diese Kompetenzen erwerben Sie:

  • Sie kennen die wichtigsten Ergebnisse der Leseforschung
  • Sie erkennen Textstellen, an denen es hakt und wissen auch, warum
  • Sie können diese Passagen verbessern, ohne den Stil des Textes zu verlassen
  • Sie sind in der Lage, Autorinnen und Textern verständlich und konkret rückzumelden, warum sie an bestimmten Stellen redigiert haben

 

So ist dieser Kurs aufgebaut:

Erster Tag, vormittags:

  • Kriterien eines guten Textes – was sagt die Wissenschaft? Vortrag mit Diskussion
  • Überblick und Checkliste für die Redigatur
  • Die drei-Sekunden-ein-Bild-Regel – interaktives Format mit Übung.
  • Satzlängen und Schachtelsätze. Vortrag mit Übung.

Erster Tag, nachmittags:

  • Aktiv ist besser als Passiv. Mit Übung.
  • Nominalstil eliminieren. Mit Übung.
  • Phrasen und Geschwafel – raus damit! Mit Übung.
  • Gute Adjektive, schlechte Adjektive. Interaktives Format.
  • Adverben sind keine Adjektive. Mit mündlicher Übung.
  • Fachbegriffe erläutern ist ganz einfach. Mit Übung.

Zweiter Tag, vormittags:

  • Verben: So werden Texte aus Blei quicklebendig. Mit Übung.
  • Satzstellung: das Spannende, Entscheidende zuerst. Mit mündlicher Übung.
  • Einstiege in Texte: der erste Satz und seine Mörder. Mit Übung.
  • Zitate: wann und wohin? Mit Übung.
  • Metaphern: Umgang mit Sprachbildern. Vortrag.

Zweiter Tag, nachmittags:

  • Der Aufbau eines Print-Features. Gruppen-Arbeit.
  • Sprache hat Ton und Takt. Vortrag.
  • Die Tonalität und der Stil eines Textes. Mit mündlicher Übung.
  • Kritisieren, ohne zu verletzen: der gute Umgang mit AutorInnen. Interaktives Format.
  • Ethische Grenzen der Redigatur. Vortrag und Diskussion.

 

Dieses Angebot richtet sich an:

Journalistinnen, Redakteure, Autorinnen und Texter

 

Was müssen Sie vorbereiten/mitbringen:

Für diesen Kurs benötigen Sie nur einen Laptop. Vorbereiten müssen Sie nichts: Alles, was Sie wissen möchten, erfahren Sie im Seminar.

 

Max. TeilnehmerInnen-Zahl: 12

 

Über die Trainerin:

Annette Bolz arbeitet seit 2003 als Dozentin, unter anderem für mehrere Journalistenschulen in Deutschland. Außerdem hält sie Inhouse-Seminare für Redaktionen und Unternehmen. Zuvor hat sie als Redakteurin, als Textchefin und als freie Journalistin gearbeitet, unter anderem für Spiegel, Zeit und Stern.

https://www.annettebolz.de

04.12.2018 - 05.12.201810:00 - 17:00
490, für Freie und Studierende -50%
Annette Bolz
fjum_Seminarraum
Karl-Farkas-Gasse 18, 1030 Wien Anfahrtsplan