Sicher recherchieren und kommunizieren im Netz

Kursnummer: 11320

17. Februar 2020, 09.30 – 17.00 Uhr
fjum_Seminarraum, Karl Farkas Gasse 18, 1030 Wien
€ 260,- / für Freie und Studierende -50%
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JournalistInnen berichten oft über Datenlecks und Hackerangriffe. Aber wie schützen sie sich selbst und ihre Quellen im Netz? Wie verhindern Redaktionen eine potenzielle Überwachung durch Geheimdienste, Behörden oder Cyberkriminelle?
Um sich auf einem guten Niveau zu schützen, muss man kein Computergenie wie Edward Snowden sein. Einige gut integrierbare Technologien und Sicherheitsmaßnahmen können die eigenen Recherchen, Daten und Kontakte gegen die wichtigsten Angriffe und Ausspäh-Tricks schützen. Erfahren Sie die Basics digitaler Selbstverteidigung in diesem Workshop mit Internet-Security-Profi Stefan Mey.

 

Diese Kompetenzen erwerben Sie:

  • Sie erfahren, wie Überwachung abläuft.
  • Sie verstehen, wie digitale Selbstverteidigung funktioniert und was Sie bringt.
  • Sie lernen, E-Mails zu verschlüsseln und über sichere Messenger zu kommunizieren
  • Sie verstehen, wie gezielte Attacken über Spam-Mails funktionieren und wie Sie diese erkennen können.
  • Sie lernen, wie sich ungewollte Datenflüsse auf Ihrem Smartphone minimieren lassen.
  • Sie lernen verschiedene innovative Open-Source-Technologien für Ihre Arbeit kennen (Messenger, Office-Programme, E-Mail- und Navigations-Apps, Anonymisierungsbrowser etc.)

 

So ist dieser Kurs aufgebaut:

Der Workshop beginnt mit den Grundlagen zu Überwachung, dann gehen wir allgemein verständlich die wichtigsten Felder „digitaler Selbstverteidigung“ durch. Dabei reden wir unter anderem über E-Mail-Verschlüsselung, sichere Smartphone-Messenger und sichere Passwörter, sinnvolle Open-Source-Programme, E-Mail-Attacken sowie Datenflüsse auf Smartphones. Alle diese Technologien probieren wir praktisch aus, so dass sie nicht nur mit Wissen, sondern auch mit viel praktischem Know-How nach Hause gehen.

Teil Eins – Grundlagen: Überwachung und digitale Selbstverteidigung
Im ersten Teil erfahren Sie, wie digitale Überwachung funktioniert und wie Überwachung journalistische Arbeit bedrohen kann. Als Antwort darauf lernen Sie das Konzept der digitalen Selbstverteidigung kennen, sowie seine Teilbereiche Verschlüsselung und Anonymisierung.

Konkrete Fragen dabei sind:

  • Wie läuft digitale Überwachung ab und wie bedroht sie journalistische Arbeit?
  • Welche Rolle spielt dabei die Datenmacht großer Netzkonzerne wie Google, Apple und Facebook?
  • Wie können Sie mit Verschlüsselung und Anonymisierung Kommunikation, Inhalte und Kontakte schützen?
  • Was leisten Daten-schonende Open-Source-Programme?

Teil Zwei – E-Mail-Verschlüsselung, Spam-Attacken und Passwörter
Im zweiten Teil geht es um das immer noch wichtigste tägliche Kommunikationswerkzeug: E-Mail. Sie lernen praktisch, wie E-Mail-Verschlüsselung funktioniert. Wir reden über unterschiedliche Browser und über die Schlüssel zu Ihren digitalen Identitäten: Passwörter.

Konkrete Fragen dabei sind:

  • Was bringt und wie funktioniert E-Mail-Verschlüsselung?
  • Wie funktionieren Attacken per E-Mail und wie lässt sich allgemeiner und gezielter Spam erkennen?
  • Welche Browser sind zu empfehlen und welche sinnvollen Einstellungen gibt es?
  • Was sind gute und sichere Passwörter?

Teil Drei – Datenflüsse auf Smartphones und sichere Apps
Im dritten und letzten Teil geht es um Smartphones, die immer mehr auch zum journalistischen Arbeitsmittel werden. Diese kleinen Geräte können erstaunlich viel, werden aber leicht zu gigantischen Datenschleudern. In einem Exkurs schauen wir uns an, was es neben den Basics noch für Technologien digitaler Selbstverteidigung gibt. Im Ausblick diskutieren wir, wie sich die vorgestellten digitalen Werkzeuge konkret in die journalistische Arbeit einbauen lassen.

Konkrete Fragen dabei sind:

  • Wie lassen sich die Datenflüsse auf Smartphones in den Griff kriegen?
  • Welche Messenger funktionieren anonym und wieso ist der bekannte Messenger Signal nur scheinbar eine Lösung?
  • Welche sicheren Apps gibt es noch, die Ihre Daten respektieren und wie lassen sich gute Apps erkennen?

 

Dieses Angebot richtet sich an:

Journalistische Profis, aber auch BerufseinsteigerInnen und Studierende, die grundlegend und praktisch verstehen wollen, wie sicheres digitales Arbeiten, Recherchieren und Kommunizieren funktioniert. Sie müssen kein IT-Profi sein, die Themen werden allgemeinverständlich erklärt und es gibt viel Raum für Nachfragen.

 

Das müssen Sie vorbereiten/mitbringen:

Bitte bringen Sie Ihre üblichen digitalen Arbeitsgeräte mit, also einen Laptop und ein Smartphone.

Max. TeilnehmerInnen-Zahl: 12

 

Ihr Trainer:

Stefan Mey ist freier Technologie-Journalist und Buchautor. Er wohnt in Berlin und ist Teil des Journalistenbüros Schnittstelle. Er schreibt über Technologie-Themen für Medien wie Heise online, Le Monde Diplomatique, das Deutsche Ärzteblatt, Queer.de und Fluter.de. Besonders interessieren ihn digitale Gegenöffentlichkeiten und Alternativen zum „normalen“ Internet. Im Verlag C.H.Beck hat er ein Sachbuch zum Darknet veröffentlicht: „Darknet: Waffen, Drogen, Whistleblower. Wie die digitale Unterwelt funktioniert.“
mey@jb-schnittstelle.de

17.02.202009:30 - 17:00
260, für Freie und Studierende -50% (Förderungen möglich)
Stefan Mey
fjum_Seminarraum
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