Video-Workshop: Bilder finden, wo es keine gibt

Kursnummer: 10222

Workshop mit Magdalena Kauz
24. – 25. Jänner 2022, 09.30 – 17.00 Uhr
fjum_Seminarraum, Karl Farkas-Gasse 18, 1030 Wien
€ 420 ausschließlich für JournalistInnen / Normalpreis: € 840 für alle nicht-journalistischen Berufe


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Wie kann ich sperrige, trockene Themen optisch attraktiv umsetzen in Videos? Erklär-Strecken zu Wirtschafts-, News- und Wissenschaftsthemen, nachgestellte Szenen (in investigativen Berichten oder Nacherzählungen von ProtagonistInnen)? Und zwar so, dass wir nicht die immer gleichen Klischee-Bilder sehen (Börsenkurve etc.) und dann noch ohne Bild-Textscheren?

Wir suchen dafür nach Bildstrecken, die symbolisch wirken, Assoziationen andeuten, aber gleichzeitig die Wahrnehmung nicht festzurren  ansprechende visuelle Moods. Im Workshop schneiden und entwickeln wir solche aus bestehendem Material und schauen trendige Beispiele dazu an.

Es gibt zahlreiche Themengebiete in TV, Doku, Fiktion, Werbung oder Social Media, wo die klassische Filmsprache an ihre Grenzen stößt: „wirtschaftliche Dimension der Pandemie“, „wie sich eine Depression anfühlt“, „der Traum vom ewigen Leben“, um nur ein paar typische Themen-Beispiele zu nennen. Wenn wir Video-Beiträge dazu machen, reicht es meist nicht, gute Interviews zu drehen, sondern wir brauchen auch Symbolstrecken und Themen-Bilder, um etwa Off-Kommentar zu platzieren. Wenn wir solche Sequenzen „falsch“ bebildern, kann das sogar publizistische Nebenwirkungen haben, zum Beispiel bei „nachgestellten Szenen“.

Wir brauchen vor allem andere Sequenzarten, andere Schnitt-Methoden und kreative Ideen. Coole Schnitt-Effekte, die es schon lange vor der Zeit der Musikvideoclips gab – aber die heute im digitalen Schnitt so einfach einsetzbar sind wie nie – tragen dazu bei. Und ganz nebenbei lösen wir noch das Problem der berüchtigten Bild-Textschere.

Im kreativen Workshop erarbeiten wir Umsetzungs-Tipps mit praxisnahen Schnitt-Übungen (mit eigenem Rohmaterial oder Übungsmaterial). Wir schauen dazu zahlreiche aktuelle und trendige Beispiele (u.a. Newsbeiträge, Social-Media-Videos, Serien, Signations, Musikclips, Werbespots). Sie erhalten dazu erhellende Erkenntnisse aus der Wahrnehmungsforschung exklusiv aus dem soeben erschienenen Buch «Assoziative Filmsprache – Das Unsagbare in Bild und Ton» (Magdalena Kauz und Barbara Weibel, Herbert von Halem Verlag 2021)

 

Das nehmen Sie mit:

  • Sie entdecken zahlreiche kreative Umsetzungs- und Montagemethoden und neueste Trends an filmischer Umsetzung.
  • Sie können für jedes abstrakte Thema geeignete Bilder finden und umsetzen.
  • Sie wissen, wie man mit wenig Aufwand viel aus wenig Bildmaterial macht.
  • Sie kennen die Unterschiede zwischen symbolisch wirkenden und realistisch wirkenden Bildsequenzen.
  • Sie kennen zahlreiche neue digitale Bild-Quellen (Apps, Bilddatenbanken etc.).
  • Sie denken auf eine neue Art über Filme nach, die sich auf Ihre zukünftige Arbeitsweise auswirken wird.

 

Mein Angebot richtet sich an:

JournalistInnen, Filmschaffende, EditorInnen, CutterInnen, Kameraleute, DokumentarfilmerInnen, Spielfilm-RegisseurInnen, WerbegestalterInnen, Social Media BildgestalterInnen, MediengestalterInnen.

 

Warum mir das ein Anliegen ist:

Ich habe mich auf dieses Thema seit 20 Jahren in meiner eigenen Videoarbeit und als Trainerin spezialisiert und das Fachbuch «Assoziative Filmsprache – Unsagbares in Bild und Ton erzählen» gemeinsam mit Barbara Weibel geschrieben (Herbert von Halem Verlag 2021). Ursprünglich hat es mich deshalb fasziniert, weil ich als TV-Journalistin oft über bildende Kunst berichtet hatte und dort immer wieder vor dem Problem stand, dass Konzeptkunst oft nicht so einfach „abzufilmen“ war, und klassische Bilder an einer Wand wiederum oft – langweilig war. Also brauchte es neue Montageformen, mit denen ich fleißig experimentierte: Als Trainerin für Video begann ich dann gemeinsam mit Barbara Weibel, mich immer mehr mit der Materie „andere Darstellungsformen“ zu beschäftigen.

 

Ihre Trainerin:

Magdalena Kauz arbeitet seit über dreißig Jahren mit stehenden und laufenden Bildern, ebensolchen Texten und Tönen als Video-Journalistin, seit zwanzig Jahren auch als Trainerin für Video, Journalismus, Storytelling, kreative Bildgestaltung und mehr. Lange für den Schweizer Rundfunk SRF tätig, lebt sie seit 2018 in Wien und arbeitet als selbstständige Trainerin, Vortragende und Kreative (Text, Bild, Video). Zur Zeit schreibt sie an einem Buch über «assoziative Bildsprache». Außerdem ist sie ehrenamtliche Organisatorin des internationalen Literaturfestivals www.sprachsalz.com in Hall in Tirol und Stiftungsrätin der Ringier Journalistenschule (Zofingen/Zürich CH).

24.01.202209:30 - 17:00
25.01.202209:30 - 17:00
420 ausschließlich für JournalistInnen / Normalpreis: € 840 für alle nicht-journalistischen Berufe (6 fjum_Punkte)
Magdalena Kauz
fjum_Seminarraum
Karl-Farkas-Gasse 18, 1030 Wien Anfahrtsplan