Zum ersten Mal kooperiert fjum mit dem Journalismusfest Innsbruck und verbindet gezielte Weiterbildung mit Festivalerlebnis.
Das Journalismusfest Innsbruck – Internationale Tage der Information ist ein Begegnungsort, ein Ort der Debatte, des kulturellen Austauschs. Journalistinnen und Journalisten aus verschiedenen Regionen Europas und der Welt kommen mit ihrer Expertise zu Wort, diskutieren mit Wissenschaftler:innen, NGO-Vertreter:innen und anderen Fachleuten zu aktuell drängenden Fragestellungen, geben Einblick in ihre Arbeit und tauschen sich mit dem Publikum aus.
Die meisten Veranstaltungen des Journalismusfestes sind gratis.
An den Vormittagen bieten wir drei unterschiedliche Kurse an, in denen Journalist:innen und Medienschaffende ihre Kompetenzen vertiefen, neue Werkzeuge kennenlernen und aktuelle Fragestellungen diskutieren können. Die Kurse sind:
- DOSSIER-Mini-Academy: 8. und 9. Mai, jeweils 9:00 bis 13:00 Uhr, Preis: 120 EUR
- Pimp your Freiendasein: Strategien, um besser vom freien Journalismus leben zu können: 8. und 9. Mai, jeweils 9:00 bis 13:00 Uhr, Preis: 100 EUR
- Humorvolles Schreiben: 9. Mai, 9:00 bis 13:00 Uhr, Preis: 60 EUR
Die Nachmittage stehen ganz im Zeichen des Festivals: Podiumsdiskussionen, Talks, Lesungen und Begegnungen mit Kolleg:innen aus dem In- und Ausland. Das gesamte Festivalprogramm finden Sie ab Mitte April hier.
Die Anmeldungsfrist ist der 5. Mai, 23:59 Uhr. Je früher, desto besser.
DOSSIER-Mini-Academy: Erste Schritte in der investigativen Recherche
Dieser Kurs findet an zwei Halbtagen statt:
Freitag, 8. Mai und Samstag 9. Mai, jeweils von 9:00 bis 13:00 Uhr
Preis: 120 EUR
Location: Theologie, Karl-Rahner-Platz 3, Raum tbc
Darum geht's:
Aufdecken, enthüllen, Missstände sichtbar machen – davon träumen viele Journalist:innen. Doch was genau ist investigativer Journalismus? Wie beginnt man eine investigative Recherche, und wie fasst man Fuß in einem Feld, das sowohl handwerklich als auch ethisch besonders anspruchsvoll ist?
Dieser Workshop vermittelt die Grundlagen des Investigativjournalismus und zeigt, warum seine Kontrollfunktion – überall dort, wo Macht ausgeübt wird, sei es in Politik, Wirtschaft, Sport oder Gesellschaft – zentral für die Rolle des Journalismus als »vierte Säule« der Demokratie ist.
Investigative Recherchen gehen weit über das Tagesgeschäft hinaus. Sie erfordern Zeit, Ausdauer und eine klare Struktur: Wochen, Monate, mitunter sogar Jahre intensiver Arbeit sind keine Seltenheit. Der Workshop vermittelt praxisnah, wie Sie eine investigative Recherche beginnen, geeignete Quellen finden und nutzen sowie ethische Aspekte berücksichtigen – von den ersten Schritten bis zur tragfähigen Rechercheidee.
Diese Kenntnisse erwerben Sie:
- Sie verstehen, was Investigativjournalismus ist – und was nicht.
- Sie wissen, wie man erste Schritte in der (investigativen) Recherche setzt.
- Sie lernen die ethischen Grundsätze kennen.
- Sie bekommen einen Überblick über wichtige Quellen (z.B. öffentliche Datenbanken).
- Sie lernen neue Recherchewerkzeuge kennen.
Dieses Angebot richtet sich an: Journalist:innen, die Ihre Fähigkeiten im Bereich der investigativen Recherche erweitern wollen
Ihr Trainer: Florian Skrabal ist Investigativjournalist, Geschäftsführer und Herausgeber der preisgekrönten Investigativredaktion DOSSIER. Er unterrichtet u.a. Recherche und Fact-Checking an der Fachhochschule Wien und an verschiedenen journalistischen Weiterbildungsinstitutionen.
Zur Anmeldung zu diesem Kurs geht es hier.
Pimp your Freiendasein: Strategien, um besser vom freien Journalismus leben zu können
Dieser Kurs findet an zwei Halbtagen statt:
Freitag, 8. Mai und Samstag, 9. Mai, jeweils von 9:00 bis 13:00 Uhr
Preis: 100 EUR
Location: Theologie, Karl-Rahner-Platz 3, Raum tbc
Darum geht's:
Freiberuflicher Journalismus ist prekär, ja – aber man kann wesentlich besser davon leben, wenn man sich als Unternehmer:in versteht und nicht als Bittsteller:in. Ruth Eisenreich hat in ihren Jahren in Deutschland viel gelernt: über das Pitchen, das Verhandeln, das Mehrfachverwerten. Nun will sie dieses Wissen an Kolleg:innen weitergeben. In ihrem Workshop lernen Sie, wie freie Journalist:innen Geschichten erfolgreich pitchen, das jeweils bestmögliche Honorar verhandeln, Recherchen und Texte mehrfach verwerten und den deutschsprachigen Markt erschließen können.
Diese Kenntnisse erwerben Sie:
- Sie lernen, wie Sie einen guten Pitch schreiben – auch für eine Redaktion, für die Sie noch nie gearbeitet haben.
- Sie erfahren, welche Geschichten sich auch nach Deutschland verkaufen lassen und was in der Zusammenarbeit mit deutschen Redaktionen anders läuft als in Österreich.
- Sie lernen das Dreieck kennen, das Ihnen bei der Entscheidung für oder gegen einen Auftrag hilft, und wissen, warum Neinsagen Ihnen Geld einbringt.
- Sie üben Honorare zu kalkulieren und zu verhandeln.
- Sie erfahren, wie Sie Recherchen und Texte mehrfach verwerten können und was Sie dabei beachten müssen.
So ist dieser Kurs aufgebaut:
Vormittag 1:
- Erfolgreich pitchen
- Auftrag annehmen oder ablehnen? Das Entscheidungs-Dreieck
- Zeitmanagement und Selbstorganisation
- Übung: Besprechung der Pitches/Arbeit am eigenen Pitch
- Arbeiten für deutsche Medien: Was ist gleich, was ist anders, und welche Geschichten eignen sich?
Vormittag 2:
- Honorare kalkulieren und verhandeln
- Übung: Honorar kalkulieren für die eigene Geschichte
- Recherchen und Beiträge mehrfach verwerten: urheberrechtliche Grundlagen und Strategien
- Übung: Mehrfachverwertung der eigenen Geschichte
- Zusätzliche Standbeine und Einnahmequellen
- LiterarMechana & Geld, das auf der Straße liegt
Dieses Angebot richtet sich an: Freie (vor allem Text-)Journalist:innen
Ihre Trainerin: Ruth Eisenreich hat fast sieben Jahre Erfahrung als freie Journalistin, kennt aber auch die Perspektive der beauftragenden Redakteur:innen. Nach Anstellungen beim Falter, der Süddeutschen Zeitung und der ZEIT hat sie von Ende 2018 bis Mitte 2025 freiberuflich gearbeitet – vor allem für Print und Online, gelegentlich fürs Radio. Auch nach ihrer Rückkehr nach Wien 2020 arbeitete sie weiterhin hauptsächlich für deutsche Medien. Seit Sommer 2025 ist sie Redakteurin und CvD bei MOMENT.at und arbeitet nebenbei weiterhin frei.
Zur Anmeldung zu diesem Kurs geht es hier.
Humorvolles Schreiben
Dieser Kurs findet am Samstag, den 9. Mai von 9:00 bis 13:00 Uhr statt.
Preis: 60 EUR
Location: Theologie, Karl-Rahner-Platz 3, Raum tbc
Darum geht's:
Sie lernen, wie man lustig schreibt, wann und warum das sinnvoll ist und wo die größten Hürden liegen. Sie sprechen auch darüber, wann Humor unangebracht ist. Ziel ist es, dass Sie verstehen, was Texte lustig macht und warum es sich lohnt, Humor anzuwenden.
Sie schauen sich also Textbeispiele an und analysieren, was ihren Humor ausmacht. Dabei wird auch klar: Humor ist subjektiv, aber es gibt trotzdem Muster. Dann lernen Sie Humor-Techniken, sowohl auf Sprach- als auch auf Textebene. Das bedeutet: Sie überlegen, welche Arten von (Sprach-)Witzen es gibt und wie man sie sinnvoll einsetzt. Sie überlegen aber auch, wie man Informationen so aufbereiten kann, dass sie eine humorvolle Wirkung erzielen. Welche Text-Sorten gibt es? Dazu gehört auch: zu wissen, welche Informationen man schon in der Recherche sammeln sollte, und worauf man achten sollte, um später lustig darüber schreiben zu können.
So ist dieser Kurs aufgebaut:
Der theoretische Teil dauert etwa zwei Stunden. Anschließend schauen Sie gemeinsam einen Film(-Ausschnitt) und schreiben Texte dazu, in denen Sie die erlernten Techniken anwenden. Am Schluss präsentieren Sie die Texte und zeigen, welche Technik wie funktioniert.
Dieses Angebot richtet sich an: Alle Journalist:innen und Medienschaffende, die ihre Fähigkeiten systematisch um das hilfreiche Stilmittel des Humors erweitern möchten.
Ihr Trainer: Robert Hofmann ist freier Journalist in Berlin. Er arbeitet unter anderem für die ZEIT, den Spiegel, das SZ Magazin und den Stern. Vorher war er Redakteur bei VICE und Chefredakteur eines Obdachlosenmagazins. Er gibt Kurse und Coachings zu lustigem Schreiben, Kolumnen und Magazinmachen.
Zur Anmeldung zu diesem Kurs geht es hier.
| Zur Anmeldung |
| Fjum behält sich das Recht vor, unter der Bedienung einer möglichst diversen Gruppe, die Teilnehmer:innen auszuwählen. Wenn Sie sich anmelden, kommen Sie zunächst automatisch auf die Warteliste. Fjum schickt Ihnen dann eine Anfrage, wenn Sie in den Kurs aufgenommen werden. Wenn der Kursbeitrag bezahlt ist, ist Ihr Platz im Kurs fixiert. Bitte beachten Sie, dass Bewerber:innen, die hauptberuflich Journalist:innen sind, in der Bewerbung bevorzugt werden. Fjum behält sich das Recht vor, die Anmeldefrist vorzuziehen, wenn sich bereits viele Personen angemeldet haben. |
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| Die Anmeldungsfrist ist der 5. Mai, 23:59 Uhr. |
| Bei weiteren Fragen, schreiben Sie bitte eine Mail an elisabeth.bauer@fjum-wien.at. |
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