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Internetzensur – Wie funktioniert sie und wie lässt sie sich umgehen?

Digital und Innovation
  • Stefan Mey
  • 03.11.2022, 09:00 – 12:00
  • Spezialpreis: 25 € (2 fjum_Punkte)
  • Online (Zoom)
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Darum geht's:

Die aktuellen Entwicklungen in Iran und Russland werfen ein Schlaglicht auf ein Problem, das hierzulande leicht übersehen wird: Nur ein Teil der Welt hat Zugang zum freien Internet. In vielen Ländern schneiden Regierungen ihre Bevölkerung mittels Zensur von Medieninhalten und Kommunikationsplattformen ab.

Für Journalist:innen hierzulande kann Internetzensur relevant sein, wenn bei Auslandsreisen Webseiten und Apps nicht mehr funktionieren oder Kommunikationskanäle für internationale Gesprächspartner:innen nicht verfügbar sind. In Ausnahmefällen können auch Internetsperren im eigenen Land zum Problem werden. Etwa, wenn ein Hotel-WLAN bestimmte Inhalte willkürlich sperrt oder wenn Internetanbieter problematische Webseiten aufgrund rechtsstaatlicher Verfahren blockieren müssen. Was macht man aber, wenn man genau diese Webseiten zu Recherchezwecken aufrufen muss?

Das Schöne ist: Das Internet selbst bietet Möglichkeiten, Internetsperren auszuhebeln. Am bekanntesten sind die kommerziellen „Virtual Private Networks“-Dienste (VPNs). Die sind bequem nutzbar, haben aber zwei Mankos: Sie lassen sich mit etwas Aufwand ihrerseits blockieren, und der verwendete Dienst erhält Einblick in die gesamte Internetnutzung einer Person. Daneben gibt es den nicht-kommerziellen, dezentral organisierten TOR-Browser. Der kann weniger und ist nicht so komfortabel, dafür aber deutlich sicherer und fällt nicht so leicht aus. Es fallen keine Daten an zentraler Stelle an. Und TOR lässt sich über Tricks wie die Browser-Erweiterung „Snowflake“ auch dann nutzen, wenn andere Möglichkeiten der Zensur-Umgehung versagen.

Diese Kenntnisse erwerben Sie:

  • Sie lernen, wie Internetzensur funktioniert und mit welchen Tools Sie Zensur in verschiedenen Ländern recherchieren können.
  • Sie erhalten Know-how, um Gesprächspartner:innen, Kolleg:innen und Leser:innen im Ausland, Möglichkeiten zur Zensurumgehung aufzuzeigen.
  • Sie lernen, wie Sie Internetzensur mit der jeweils sinnvollsten und am besten funktionierenden Option effektiv aushebeln.
  • Und Sie erfahren, wie Sie mit wenigen Klicks in Ihrem Browser Menschen den Zugang zum freien Internet ermöglichen können.
Stefan Mey Bild privat

Stefan Mey

Technologie-Journalist und Buchautor

Stefan Mey ist freier Technologiejournalist in Berlin. Er beschäftigt sich seit Jahren mit dem Internet, vor allem mit der nicht-kommerziellen digitalen Welt und mit Überwachung. 2017 hat er ein Sachbuch zum Darknet geschrieben: „Darknet – Waffen, Drogen, Whistleblower. Wie die digitale Unterwelt funktioniert.“ (zuletzt 2021 aktualisiert) (Link zum Buch)

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Workshops - coming up

Auftritt vor der Kamera – souverän und authentisch

  • Magdalena Kauz
  • 29.06.2026, 09:30 – 17:00
  • 30.06.2026, 09:30 – 17:00
  • fjum Seminarraum
  • Bild und Video
  • Personal Skills
  • Tipps und Tricks, wie Sie einen Auftritt vor der Kamera professionell vorbereiten und gestalten.

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    To the Right of the Far Right: Agendas and Appeals

  • Politik und Medien
  • With Italian historian Steven Forti, Professor at the Autonomous University of Barcelona, whose research focuses on fascism, populism, nationalism, and the far right; and Polish journalist Karolina Zbytniewska, Editor-in-Chief of FocusEurope.pl and lecturer at the University of Warsaw, whose research centres on populism, political communication, party strategy, and political marketing.

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    Die Lange Nacht des Journalismus 2026

    • 08.07.2026, 17:00 – 17:00
    • Volksgarten - Club

    Es ist wieder so weit: Am 8. Juli feiert Wien wieder die Lange Nacht des Journalismus!

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    Meisterklasse Erzähljournalismus Teil 2 - Von der Idee zur fertigen Reportage

  • Recherche und Text
  • Nach den „Meisterklasse Erzähljournalismus“-Workshops in Wien folgt nun der Fortsetzungskurs der Reporter-Akademie. Diesmal mit tiefergehendem Feedback, und mehr Zeit! Denn gute Reportagen und Essays entstehen nicht nach einem Wochenende. Sie entstehen durch Recherche, Gespräche, Zweifel, Neufassungen, Strukturarbeit und präzises Feedback. Die Termine werden in Absprache mit den Teilnehmer:innen fixiert.

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    How Does Russia’s Disinformation Industry Work — and Can It Be Replicated Elsewhere?

  • Politik und Medien
  • With Ilya Yablokov, Russian-British academic and author, and a leading expert on Russia’s disinformation strategies, propaganda, and conspiracy theories.

    In person: Registration Form
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    Textwerkstatt: Aus guten Texten große Geschichten machen

    • Ariel Hauptmeier
    • 15.09.2026, 09:30 – 17:00
    • 16.09.2026, 09:30 – 17:00
    • fjum-Seminarraum
  • Recherche und Text
  • Die Recherche ist ordentlich, das Thema interessant, die Sätze sind okay. Aber der Funke springt nicht über. Der Text ist mittelmäßig. Was tun? Wo setzt man an? An der Dramaturgie? An der Sprache? An der Struktur? Genau darum geht es in diesem Workshop. Er ist eine Reise durch den gesamten Verbesserungsprozess, von der ersten Lektüre bis zum letzten Faktencheck.

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    Crashkurs Claude - der KI-Assistent für Journalist:innen

  • Digital und Innovation
  • Claude bietet eine Kombination aus außergewöhnlicher Textqualität, tiefem inhaltlichem Verständnis und einem wachsenden Ökosystem agentischer Funktionen: von der Browser-Erweiterung »Claude in Chrome« über Cowork (Desktop-Agent für Dateiverwaltung und Automatisierung) bis hin zu Desktop- und Mobilapps. In diesem Workshop erfahren Sie, wie Sie dieses Tool für Ihre journalistische Arbeit optimal nutzen können.

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    Fortbildungsprogramm des Europäischen Parlaments für junge Journalist:innen

  • Politik und Medien
  • Jungjournalist:innen aufgepasst: Auch 2026 gibt es wieder das Fortbildungsprogramm rund um die Europapolitik. Wir wollen mit euch Geschichten umsetzen, die Europa aus einem neuen Blickwinkel zeigen. “Telling compelling stories about the European Union” lautet das Motto unseres dreitägigen kostenlosen Workshops, bei dem die Teilnehmer:innen Stories (Print, Video, Social Media) entwickeln werden, die vor allem junge Menschen ansprechen.

    Das Fortbildungsprogramm für junge Journalist:innen ist eine Kooperation von fjum mit dem Europäischen Parlament. Unsere Trainer sind

    • Verena Maier (ORF-Korrespondentin in Brüssel)
    • Toni Titze (Social Media-Redakteurin bei Der Standard)

    Bei Interesse könnt ihr euch in die unverbindliche Mailingliste hier eintragen. Eine Informationsveranstaltung wird Anfang Oktober (genauer Termin wird noch festgelegt) über Zoom stattfinden.

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